Bildungscontrolling und die Grenzen
Bildungscontrolling ist das regelmäßige Messen, Planen und Optimieren von Bildungsmaßnahmen. Dr. Ehlers, anerkannter Experte im Bereich Bildungscontrolling mit E-Learning, beantwortete die Frage nach der Definition von Bildungscontrolling vor kurzem in einem Interview und sagte „Bildungscontrolling umfasst alle Aktivitäten, in denen es darum geht, Bildungsmaßnahmen zu bewerten“. Die Intensität, wie detailliert Daten und Kennzahlen für das Bildungscontrolling erhoben werden, variieren dabei je nach Ziel und zur Verfügung stehenden Ressourcen. Relativ häufig werden Zufriedenheitsanalysen unmittelbar nach einem Seminar durchgeführt. Dazu werden sogenannte Happy-Sheets verteilt, die von den Teilnehmern ausgefüllt werden. Doch bereits die Auswertung der Antworten, die Bewertung der Ergebnisse und der Vergleich der Ergebnisse mit denen anderer Seminare werden häufig bereits vernachlässigt und nur sehr halbherzig ausgeführt. Ein effizientes Bildungscontrolling ist daher die klare Festlegung, welches Ziel mit dem Bildungscontrolling verfolgt werden soll und wie es erreicht werden kann.
Trotz einer klaren Zieldefinition wird Bildungscontrolling oft auch an Grenzen stoßen. Denn es gibt Daten und Kennzahlen, die man nur sehr schwer oder gar nicht messen und erfassen kann. So lässt sich sicherlich ein Zeiterfassungssystem in einem Unternehmen einführen und damit auch die für das Bildungscontrolling relevante Zeit des Mitarbeiters am Arbeitsplatz ermitteln. Aber den Mitarbeiter zu motivieren, in der erhobenen Arbeitszeit auch wirklich produktiv tätig zu sein, und wie es Dr. Ehlers in dem Interview mit dem Titel „Bildungscontrolling als ein Mittel, Bildung wertzuschätzen“ sagt, „seine ganze Kompetenz einzusetzen und sich weiterzuentwickeln“, das ist in vielen Fällen eine große Herausforderung.